Mittwoch, 17. Dezember 2014

Glückliche Familie Nr. 258: Botschaften in der Klemme


Schon lange hatte ich die Idee, jeweils eine Klemme außen an den Türen der Kinderzimmer anzubringen. Jetzt habe ich in einem kleinen Laden für Künstlerbedarf Klemmen in allen Größen entdeckt und sie zu Hause mit Powerstrips an die Türen geklebt.

Treue Leser wissen, dass ich die schriftliche und bildliche Kommunikation mit Teenagern empfehle. Es belebt die Kreativität, bereichert das Miteinander und niemand kann mehr behaupten, nicht gewusst zu haben, wie sehr er geliebt oder dazu aufgerufen wurde, die Spülmaschine auszuräumen.

Klinkenschilder waren gestern. Jetzt bin ich mit folgenden Karten in unserem Haus unterwegs.


Zur Rückkehr von Prinzessin (13) von der Schulski-Reise:




Einmal pro Woche gilt:



Noch eine wichtige Pflicht:





Mein liebstes Schild:




Wenn das Gegenstück fehlt:





Vor Weihnachten bleibt viel zu tun:





Die Kommunikation geht natürlich auch anders herum. 








Gut auch für die Post-Verteilung. 




Ich hoffe, die Powerstrips halten. Das Rücklicht von Prinzessin geht auch wieder nach einem Gratis-Eingriff im Fahrradladen. Zusätzlich habe ich eine Batterie-Lampe hinten an den Fahrradkorb schrauben lassen.

Und nun noch zur Gewinnerin des Buches "Manchmal bin ich wütend".

Das Päckchen geht an


daswolkenschaf

Herzlichen Glückwunsch! Bitte schicke mir eine Mail mit deiner Adresse!


Immer fröhlich Botschaften an Teenager-Türen klemmen.

Eure Uta 

Samstag, 13. Dezember 2014

Glückliche Familie Nr. 257: Linus boykottiert den Kindergarten


Jörg, Vater von Linus (zweieinhalb) und Zwillingsmädchen (knapp vier Monate) hat mir Folgendes geschrieben:

Wir sind im September umgezogen, von der Stadt in den Vorort. Linus musste deshalb von der Tagesmutter wechseln in die Nachmittagsspielgruppe eines Waldorfkindergartens. Zuerst hat er die Spielgruppe gut angenommen, aber Mitte Oktober begann er, sich zu verändern. Er wurde zu Hause sehr laut ... Er hat sich immer mehr allem verweigert und gezielt das gemacht, was uns provoziert ...
Als er vor einer Woche partout nicht in den Kindergarten gehen wollte, habe ich ihn schreiend abgegeben (was mir den ganzen Nachmittag ein schlechtes Gewissen gemacht hat). Am nächsten Tag habe ich ihn wieder mit nach Hause genommen, als er anfing zu weinen und wieder nicht in den Kindergarten wollte. 
Wir haben ihm dann frei gestellt, ob er in den Kindergarten möchte, sind aber jeden Tag dorthin spaziert und wieder zusammen nach Hause gegangen, sobald klar war, dass er wirklich nicht möchte.
Nach einer Woche ist er dann wieder einen Nachmittag in den Kindergarten gegangen. Zwar hat er kurz gesagt, dass er nicht möchte. Aber als ich anbot, mit rein zu gehen, war es okay. Und als ich mich verabschiedete, war es auch in Ordnung.
Abends, als ich ihn abholte, wollte er nicht nach Hause, dann wollte er doch, dann wollte er im Kindergarten bleiben ....
Das hat uns sehr nachdenklich gemacht. Wir haben jetzt die Sorge, dass er vielleicht das Gefühl hat, wir wollten ihn nicht zu Hause haben.  
Wir denken mittlerweile, dass der Kindergarten vielleicht gar nichts für ihn ist. Denn sobald er abends nach Hause kam, wurde er richtig laut und alles brach aus ihm heraus, was er tagsüber zurückgehalten hat. Im Kindergarten ... ist Schreien gar nicht erlaubt, und er ist nun mal ziemlich impulsiv (aber das lieben wir ja auch an ihm). 
Völlig verwirrt haben uns die Aussagen der Kindergärtnerin (Waldorf!):
* Wenn wir ihm jetzt keine Grenzen setzen würden, hätten wir es damit in der Pubertät auch sehr schwer.
* Auf unsere Information, dass er sich nach aufwühlenden Tagen wieder richtig in die Hose machen würde, meinte sie, das würde schon wieder aufhören, spätestens wenn er vier sei.
* Die Kindergärtnerin sagte, wir müssten Stärke zeigen, damit er lernt, stark zu sein.  
* Es sei der Klassiker: Er würde merken, dass er mit seinem 'Nein' durchkomme, und es dann immer wieder machen.  
Das widerspricht total unseren Gefühlen. Deswegen überlegen wir auch, ihn da rauszunehmen. Noch sind wir beide in Elternzeit (bis September 2015). Von daher haben wir keinen Zeitdruck. 
Meine zentrale Frage ist: Kann ein Kind in dem Alter allein entscheiden, ob es in den Kindergarten geht? 
Mit hat es gut getan, das aufzuschreiben. Und wenn du dir kein Urteil bilden willst, da nur meinen Text hier kennst und nicht den Linus selber, kann ich das gut verstehen. Vielen Dank fürs Lesen!
Heute war übrigens wieder ein schöner fröhlicher Tag mit ihm ;-).
Alles Liebe
Jörg 

Lieber Jörg,

ich finde das Verhalten von Linus sehr normal. Entthront zu werden, gleich von zwei Mädels, umziehen, neuer Kindergarten, Umstellung von Morgens auf Nachmittags ... Für so einen kleinen Kerl ist das wie ein Erdrutsch. Da ist es sehr gesund, dass er zuweilen aus der Haut fährt und nicht alle Körperfunktionen unter Kontrolle hat. 

Als unser Kronprinz so alt wie Linus war, sind wir mit ihm nach Frankreich gezogen, wo kurze Zeit später Prinzessin geboren wurde. Plötzlich fing Kronprinz an zu stottern und hatte seine Ausraster. Erst nach Monaten wurde das besser und verschwand dann völlig. Einmal pro Woche brachte ich ihn dort in eine deutsche Kindergruppe. Am Ende des Nachmittags sollten alle Kinder zu einem Lied im Kreis um den Tisch laufen. Der Kronprinz lief immer als einziger in die Gegenrichtung und die nette Erzieherin hat ihn gelassen. 

Wie viel "Linus im Kindergarten" braucht ihr denn als Eltern (ist ja extrem anstrengend mit Baby-Zwillingen!)? Wenn ihr sagt, zwei Nachmittage reichen uns, würde ich das durchziehen. Und dann immer die gleichen Nachmittage. Dieses Hin und Her, das er veranstaltet, ist ein Signal an euch: Bitte gebt mir Führung, eine klare Linie, die Sicherheit, dass ihr Großen wisst, was ihr wollt. Und im Laufe der Zeit könnte ein weiterer Nachmittag dazu kommen.  

Diese klare Linie sollte aber ein Entgegenkommen an Linus enthalten, etwas, das ihm zeigt, dass er mit seinen Schwierigkeiten gesehen wird. So etwas wie zum Beispiel  "Mama nimmt sich einmal pro Woche eine Weile Zeit nur für Linus ("unser Nachmittag", "unsere Bücherstunde", "unsere Kekspause"). Und darauf kann er sich verlassen, dann gehen seine Bedürfnisse vor. Exklusive Zeit mit Mama und viel körperliche Nähe ist in dem Alter extrem wichtig. Auf dem Schoß ein Buch lesen, Linus darf wieder Baby sein, Massage, Rückenkratzen, nur mit Mama auf dem Spielplatz ...

Erst die Kombination aus "klare Linie" und "seine Bedürfnisse achten" bildet die Grundlage für eine gute Beziehung. Uff, und genau das ist das Schwierige und die Kunst. 

Deshalb ist es sehr wichtig, dass ihr als Eltern in einer ruhigen Minute überlegt:
  • Welcher Weg ist in unserem Familienalltag gangbar? 
  • Wie viel Betreuung für Linus brauchen wir, um den Zwillingen gerecht zu werden?
  • Wie viel Fremdbetreuung brauchen wir, um selber Kraft zu schöpfen?
  • Wo und wie können wir irgendwie Alleinzeit für Linus einschieben?
  • Haben wir jemanden, der mal die Babys um den Block schieben kann? 
  • Welchen Idee haben wir noch? 

Den Kindergarten würde ich nur wechseln, wenn die Einrichtung wirklich eine Katastrophe ist. Noch eine Veränderung - so mein Eindruck - ist jetzt zu heftig für Linus. 

Was ihr zusätzlich versuchen könnt:

Die "Großer-Bruder-Nummer": Die Babys mitnehmen, wenn Linus zum Kindergarten gebracht wird, und solche Dinge sagen wie: "Das ist nur was für Große.", "Wenn ihr mal so groß seid wie Linus, dürft ihr auch dahin, aber das dauert Jahre." Auch bei anderen Gelegenheiten: "Das kann nur Linus, das ist nichts für Babys." - "Dies ist die Tasse/der Teller/ der Kleiderhaken für große Jungs wie Linus." - "Linus, ich brauche einen starken Jungen, der mit mir den Tannenbaumständer tragen kann." - "Lass uns die Tür zu machen, dass wir beide mal unsere Ruhe haben und nicht immer das Geschrei der Babys hören." (Nur nicht umgekehrt eine Erwartung daraus machen: Du bist schon groß, deshalb darfst du nicht mehr in die Hose machen oder wie ein Baby sein oder weinen. Das bitte nicht!!!)

Hier habe ich das Thema "Entthronung" auch aufgegriffen.

Ich hoffe, es ist das eine oder andere dabei, was ihr versuchen könnt. 

Gute Nerven und eine solide Fröhlichkeit wünscht

Uta 


PS: Als ich von Linus las, dachte ich, ich sollte das Buch verlosen, in dem es auch um die Gefühle von Kleinkindern geht. Der Kronprinz mochte es sehr gerne, als er in Linus Alter war. Ich habe es zusammen mit unserer Katze Amy verpackt, ich meine, Amy hat geholfen, sie ist nicht mit im Paket. 




Wer das Bilderbuch gewinnen möchte, schreibe mir bitte bis Montag um 22 Uhr einen Kommentar, in dem steht, wie es bei euch aussieht mit dem fröhlichen Aufbegehren von Kindergartenkindern. Viel Glück!

noch ein PS: Das Buch habe ich antiquarisch erworben, weil es das nicht mehr neu zu kaufen gibt. Es ist gut erhalten, aber an den Ecken leicht angestoßen. 

und noch ein PS: Ist das nicht irre, dass in dem Buch auch so eine graugetigerte Katze vorkommt wie unsere Amy? Das muss beim Shooting in meinem Unterbewusstsein gearbeitet haben, ... kann man nicht  lernen :-). 

Sonntag, 7. Dezember 2014

Glückliche Familie Nr. 256: Und - plob - ist alles anders


Ich bin ja wieder zu spät mit allem. Wie eigentlich seit 30 Jahren.

Gut, ich hatte drei Löcher kurz vor dem Weisheitszahn und habe Stunden beim Zahnarzt zugebracht, mit dem Ergebnis, dass sich die Reihe oben rechts mit der Zunge anfühlt wie die Torbögen vom Prinzipalmarkt, nur rauer und ohne Beleuchtung.

Und unser Kater hat eine entzündete Pfote, weshalb ich sehen konnte, dass bei der Tierärztin an ihrem Privateingang auch noch ein Bund Tannengrün liegt, an das sie eines Tages Ostereier hängen kann, wenn immer diese ganzen Notfälle kommen in großen und kleinen Boxen und humpelnd an der Leine.

Aber die Tierärztin ist sowieso ein Engel, die braucht gar keine hinzustellen.

Es gibt also noch mehr Leute, die auf ihrem Weihnachtserledigungszettel im ersten Fünftel feststecken.

Dabei wollte ich doch dieses Mal so früh ...

Als Kind habe ich am Heiligen Abend Gebasteltes verschenkt, bei dem der Kleber noch nicht trocken war.

Egal, ob ich gerade in einer stressigen Phase steckte oder nicht - ich kann mich an keine wirklich entspannte Vorweihnachtszeit in meinem Leben erinnern.

Vielleicht sollte ich wie Pettersson aus dem Bilderbuch einen Baum schlagen gehen, hier in unserem Vorortwäldchen. Ich könnte im nassen Laub ausrutschen, mich im Schlittenseil verfangen (an den Schlitten denken!) und mir das Bein verstauchen. Dann lege ich mich bis Weihnachten auf die Couch und alle Nachbarn und Verwandten kommen und bringen Schnitzbrot und feine Pasteten. Und der Kater schmückt den Baum mit Korkenziehern, Löffeln, Kugelschreibern.

Aber nun ist mir der zuvorgekommen und hat eine schlimme Pfote.

Der Advent verträgt sich nicht mit meiner Lebensphilosophie. Leben im Hier und Jetzt, jeden Tag so gestalten, als wäre es der Letzte, nicht auf ferne Ziele hinleben, sondern den Augenblick genießen.

Advent ist der Gegenentwurf: Zeit der Erwartungen, hinarbeiten auf die ferne Erlösung, permanente Hektik gesteigert durch eingeschobene Besinnlichkeit.

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Bis hier hin war ich gestern gekommen und habe gemerkt, dass mein Advent so ist, weil ich ihn genau so haben will.

Ich könnte es ja ändern, mache ich aber nicht.

Das einzige, was ich ändere, ist, mich nicht mehr dafür runter zu ziehen. Und - plob - ist alles anders:

  • Ich genieße es, diesmal nur einen Teil der Deko aus dem Keller zu holen.
  • Wir freuen uns, dass der Kater wieder zaghaft die Pfote auf den Boden setzen kann und sich dankbar an uns schmiegt.
  • Ich weiß, dass - wenn ich den Fotokalender nicht mehr schaffe sollte - ich eine bessere Idee haben werde. 
  • Ich setze mich im Einkaufszentrum auf die Bank und beobachte die Leute. Ich sehe plötzlich keine grauen Gesichter mehr, sondern Menschen, die sich beeilen, weil sie anderen eine Freude machen möchten.
  • In den Supermärkten in meinem Umkreis sind die Domino-Steine ausverkauft. Ich liebe Domino-Steine, aber ich bin froh, dass ich mal einen klitzekleinen Mangel erleben kann, wo wir doch sonst immer alles im Überfluss haben.
  • Ich bin dankbar, dass das Kissen platzte, das ich Prinzessin (13) für die Schulski-Reise nähen wollte. Das Wohnzimmer sah aus, als hätte ich ein Huhn gerupft. Prinzessin kam und sagte: "Komm, wir packen uns vor den Fernseher." Später hatte ich wieder Energie, saugte alles auf und nähte das schönste Kissen, das mir je gelungen ist.
  • Ich bin dankbar, dass der Kronprinz (17) kurz Bauchschmerzen hatte. Denn deshalb konnte er nicht zum Karate, dafür aber ein wenig später mit zum Reisebus, um Prinzessin (13) zu drücken, bevor sie nach Österreich aufbrach. 
  • Ich habe ein Stück Marzipan-Stollen genossen, Krümel für Krümel. Denn er kam per Post von meinen Eltern. Sie sind beide über 80. Meine Mutter hat ihn gebacken mit Frischhefe und ohne Zitronat, mein Vater hat ihn sorgfältig in eine große Schachtel gebettet, das Paket beschriftet und zur Post gebracht. Besser kann Leben Stollen nicht schmecken. 

Wenn es "plob" macht und ich wieder das Vertrauen spüre, dass das Universum für mich ist, dann schaffe ich genau das, was zu schaffen ist. Dann genieße ich das Kerze-Gucken genauso wie die Anstrengung, die Hektik und alles, was nicht funktioniert. 

Advent ist toll. Mit all den Erwartungen, Enttäuschungen und plötzlichen Freuden ist er so eine Art verdichtetes Leben.

Immer fröhlich auf das "plob" achten.

Eure Uta 


PS: In der Bank bekam ich ein Werbegeschenk, eine kleine Schachtel mit zwei ... ja was? ... Domino-Steinen.




Mittwoch, 3. Dezember 2014

Glückliche Familie Nr.: 255: Scheidung gut überstehen


Im neuen GEO Wissen mit dem Thema "Wie Erziehung gelingt" habe ich wichtige Hinweise für Scheidungseltern gelesen. Sie stammen aus dem Artikel "Die Zeit danach" von Alexandra Rigos (Seite 138 bis 144). Mit gefällt gut, dass der Text zumindest im Ansatz Möglichkeiten aufzeigt, wie Kinder eine Scheidung besser überstehen können.

Ich picke einmal die Wertvollsten heraus:
  • Wenn sich die Eltern getrennt haben, gilt als kinderfreundlichste Wohnlösung das "Nestmodell". Die Kinder bleiben in der angestammten Wohnung der Familie, Vater und Mutter nehmen sich jeweils eine eigene kleine Wohnung und leben dann abwechselnd bei den Kindern. So verlieren die Kinder nicht ihr vertrautes Umfeld. Außerdem bleibt ihnen das ständige Taschepacken erspart. Dies ist natürlich eine teure Variante, aber vielleicht ist das für die eine oder andere Familie machbar. 
  • Die amerikanische Psychologin Mavis Hetherington weist auf Folgendes hin: "Schlimmer noch als Eltern, die sich streiten, sind geschiedene Eltern, die weiter streiten." Hetherington muss es wissen. Sie hat den Lebensweg von 2500 Kindern über einen Zeitraum von 30 Jahren begleitet. 

"Meinungsverschiedenheiten bei jedem Übergabetermin, aber auch Sticheleien gegen den anderen Elternteil oder Versuche, das Kind über die Verhältnisse beim Ex-Partner auszuhorchen, drängen den kleinen Menschen in einen Loyalitätskonflikt." (GEO Wissen, Nr. 54, Die Zeit danach von Alexandra Rigos, S. 142)




  • Remo Largo wird zitiert mit dem Hinweis, dass es "eine Form von emotionalem Missbrauch" sei, wenn Mutter oder Vater das Kind zum Vertrauten machen und ihm ihre jeweiligen Probleme erzählen würden.
  • Für das Kind sei es hilfreich, wenn es eine neutrale Bezugsperson, zum Beispiel eine Psychologin, habe, der es von sich erzählen kann, ohne auf die Eltern und deren Befindlichkeiten Rücksicht nehmen zu müssen. 
  • Statt die Trennungsentscheidung zu begründen, sollten Eltern den Kindern lieber aufzeigen, wie es jetzt weitergehen kann. "Das einzige, was für Kinder zählt", so noch einmal Largo, "ist die Erfahrung, dass sie nach einer Scheidung nicht verlassen sind."
  • Kinder unter vier Jahren brauchen kurze Besuche alle paar Tage, um zum Vater (meistens bleiben die Kinder ja bei der Mutter) überhaupt eine Bindung aufzubauen. Ein Rhythmus von 14 Tagen ist in dem Alter nicht ausreichend. 
  • Ein neuer Lebenspartner sollte den Kindern nicht sofort präsentiert werden geschweige denn gleich bei einem der Elternteile einziehen. Laut GEO-Artikel empfiehlt Jesper Juul mit dem Zusammenziehen mindestens zwei Jahre zu warten. Ich bin außerdem den Ansicht, dass Kinder bei dieser Entscheidung ein Mitspracherecht haben. 
  • Schon in dem sehr empfehlenswerten ZEIT-Artikel "Das Trauma überwinden" von Martin Spiewak bin ich auf Möglichkeiten gestoßen, wie Eltern ihr Kind gut durch eine Trennung begleiten können. Spiewak schreibt: "Anwälte ... gelten in Jugendämtern traditionell als Störfaktoren, weil sie statt des Kindeswohls die Interessen von Mutter oder Vater im Blick haben und die Konflikte noch zusätzlich anheizen." Stattdessen gilt heute das Deeskalationsmodell des Familienrichters Jürgen Rudolph aus Cochem im ganzen Land als vorbildlich. Von Rudolph bekommen streitende Paar die Auflage, sich einer Mediation zu unterziehen. Er hat Juristen und Sozialpädagogen an einen Tisch gebracht. 
  • Hilfreich für Eltern ist hierbei der Kurs "Kinder im Blick", der inzwischen bundesweit angeboten wird (hier findet ihr Einrichtungen in eurer Nähe, die den Kurs anbieten). Er unterstützt Eltern dabei, gute Umgangsregeln in der Scheidungszeit zu treffen. 
  • Martin Spiewak berichtet aus einem solchen Training: "Die Eltern sollen die Augen schließen und sich in die Zukunft versetzen. Es ist der 18. Geburtstag ihres Kindes, und das Kind nutzt die Gelegenheit, um den Eltern zu danken. 'Ich bewundere, dass es euch trotz der schweren Trennung gelungen ist, ....'" In Gedanken soll jeder den Satz vervollständigen. Hörbares Schlucken in der Runde." 

Sich in schweren Lebenssituationen immer fröhlich Hilfe holen.

Eure Uta 

Mittwoch, 26. November 2014

Glückliche Familie Nr. 254: Mantra für Mamas


  • Tief in mir drin steckt der beste Erziehungsratgeber aller Zeiten. Ich selber. Mein Gespür für unser Kind, meine Klarheit, meine Werte. Ich. Einfach unverbesserlich. 
  • Wenn ich mir Zeit nehme, den Becher Lieblingstee wie ein Öfchen in beiden Händen, sehe ich klarer, kann Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden, aller Stress fällt von mir ab. 
  • Um wieder zu funktionieren als Mama, muss ich mir selber eine gute Mama sein. Heute schon dem Nebeln draußen beim Wabern zugeschaut? Mit der guten Handcreme jeden einzelnen Finger verwöhnt?
  • Für mein Kind ist nicht wichtig, dass ich alles richtig mache. (Was ist schon richtig?) Es will, dass ich fröhlich vorangehe, und gnädig mit mir selber bin. 
  • Ich bin die Führungskraft. In meinem Leben. Für mein Kind. 
  • Ich brauche keine Machtkämpfe, keine Rechthaberei in Erziehungsfragen. Mütze auf, Mütze ab? Schuhe aufgeräumt oder nicht? Das, was mir wirklich wichtig ist, werde ich durchsetzen. Quasi automatisch. Weg mit dem Rest.
  • Um zu spüren, was mir wirklich wichtig ist, muss ich innehalten. Sonst kann das nicht hochkommen und ich renne durchs Leben wie vom Tun betäubt. 
  • Mit jedem Tag als Mama wächst meine natürliche Autorität.
    • Konsequenz ist gut und schön. Aber wir sind hier nicht in der Hundeschule und nicht beim Militär. Eine Durchsetzungsquote von 80 Prozent reicht aus für Eltern. 
    • Der Vater meines Kindes hat ein Recht so zu sein, wie er ist. Das Kind will ihn nicht anders. Es will vielleicht mehr Zeit mit ihm, aber es will ihn genau so, wie er ist. (Sind Kinder nicht toll?)
    • Das entlastet mich. Wir sprechen uns als Eltern so gut ab, wie wir können. Wenn das mal nicht klappt, lernt das Kind: "Das sind auch nur Menschen."
    • Wenn ich respektvoll mit meinem Partner umgehe und er mit mir, spiegelt das mein Kind in seinem Verhalten. Das ist praktisch. Wer Kinder hat, hat den Beziehungstrainer gleich im Haus.
    • Das, was ich bin und kann, ist einzigartig. Es wäre eine Schande, es der Welt vorzuenthalten. 
    • Überflieger im Job? Immer entspannt mit den Kindern? Beste Feinbäckerin der Welt? Immer ein persönliches Geschenk, handgefertigt und originell? Wohnen wie bei "tinekhome"? ..... Ich picke mir das raus, was für mich passt, was mein Herz höher schlagen lässt, was zum Ausdruck bringt, wer ich bin. Der Rest macht mir keinen Druck, der kommt in die Tonne. 
    • Wenn heute alles daneben geht, gibt es morgen einen taufrischen Tag. Ich habe wieder dazugelernt. Ich werde immer mehr der Mensch, der ich sein will. 

    Immer schön fröhlich bleiben.

    Eure Uta  

    Freitag, 21. November 2014

    Glückliche Familie Nr. 253: Das Rücklicht und ich


    Wenn es einen Gegenstand gibt, der in mir das Muttertier weckt, dann ist es das Fahrradrücklicht. Für andere ist es vielleicht die wollene Mütze, ein Täfelchen Traubenzucker oder ein Brokkoli-Baum strotzend vor Vitaminen.

    Bei mir ist es das Rücklicht. Wenn das nicht leuchtet, sehe ich Rot. Und zwar in einem irrationalem Ausmaß.



    Nachbarn werden es beobachtet haben. Ich stehe in Schlafhose und Riesenpulli morgens vor der Haustür, eine Hand am Fahrradkorb von Prinzessin (13) (damit sie nicht davonrast), die andere Hand zerrt - auf einen Wackelkontakt hoffend - an den Kabeln des Rücklichts.

    Ich meine, wir wohnen nur etwas mehr als 6000 Kilometer vom Polarkreis entfernt. In Murmansk kann es morgens nicht dunkler sein als in unserer Einfahrt. Und diese große Dunkelheit wird unsere Prinzessin verschlucken wie einen Gruß aus der Küche. "Haps." Weg ist sie.

    In meinem Korb im Flur pflege ich ein Arsenal an Reflektorbändern. Einige davon sind von einem Versandhandel, den meine Nichte  "Der-besorgte-Mütter-Versandhandel" nennt. (Ich schreibe jetzt keinen Namen, weil es sein kann, dass wir eines Tages Werbepartner werden:-)) Mit diesen Reflektorbändern würde ich meine Kinder samt den Katzen gerne von unten bis oben bandagieren. Stattdessen nehme ich nur eines und verklette es zu Demo-Zwecken an meinem Arm. "Das kann Leben retten", sage ich, "binde es um deinen Arm und wenn du dich deiner Peergroup näherst, kannst du es schnell in der Tasche verschwinden lassen." Prinzessin rollt die Augen. "Oder du lässt es dran und setzt damit einen neuen Trend." Noch stärkeres Augenrollen.

    Vor drei Wochen hatten wir ihr Rad in den Fahrradladen gebracht und knapp 40 Euro für die Reparatur der Lichtanlage bezahlt, damit sie für den Schulweg im Winter gerüstet ist. Und jetzt? Das Ding bleibt dunkel. Vorgestern haben wir das Fahrrad ins Wohnzimmer getragen, um den Defekt unter dem Licht unserer stärksten Stehlampe zu sezieren. Ich habe die Kontakte geprüft, das Rad hochgewuchtet und das Vorderrad in Schwung gebracht, dass die Haare flogen. Das Ergebnis: vorne großes Strahlen, hinten kein blasser Schimmer. Dann habe ich die Drähte herausgezogen, gereinigt und wieder eingesteckt. Neuer Test und es ward auch hinten Licht. Problem gelöst, mit einem fröhlich leuchtenden Rücklicht fuhr Prinzessin draußen im Garten herum. Der Schulweg am anderen Tag war gesichert.

    Dachte ich.

    Gestern morgen. Draußen wieder Murmanks-Schwärze verhängt mit Nebel a là "The hound of baskervilles". "Gut, dass das Rücklicht wieder funktioniert", dachte ich zufrieden, nahm einen großen Schluck Tee, schaute Prinzessin nach und ließ fast die Tasse fallen. Vorne 1000 Volt, hinten alles dunkel.

    Am Abend das gleiche Spiel noch einmal: Ein Stück Isolierung von den Drahtenden entfernt und Rücklicht neu verdrahtet. Testfahrten durch den Garten mit einem Rad, das plötzlich wieder auf "Lichtorgel" macht. Mutter zufrieden. Hände gewaschen, Werkzeug weggeräumt.

    Und heute morgen? Scheinwerfer strahlt, Rücklicht wieder Fehlanzeige, Mutter auf 180.

    Frieren uns über Nacht im Schuppen die Kontakte ein?

    Bin ich in eine "Verstehen-Sie-Spaß?"-Folge geraten?

    Da landen wir mit Sonden auf dem Mars, können Smartphones per Fingerabdruck entsichern und schaffen es nicht, zuverlässige Leuchten für Kinderfahrräder zu entwickeln? Es hat doch nicht jeder einen Bastler zu Hause, der schon den Giro mitgefahren ist und nichts lieber macht, als vor dem Frühstück an der Isolierung von fehlerhaften Kontakten zu schnitzen.

    Deshalb habe ich immer batteriebetriebene Lichter in einem Flur im Korb, die ich schnell noch hinten an den Fahrradkorb hängen kann.



    Und diese Rückleuchte hat beim Fahrradlichter-Test der "Stiftung Warentest" von September 2013 gut abgeschnitten. Platz 3 (Note 1,4 für Zuverlässigkeit) und das bei einem mittleren Laden-Preis von 10 Euro.

    Wenn wir das Problem nicht in den Griff kriegen, werde ich diese Lampe bestellen und euch davon berichten.

    Meine Kinder fahren ohne Helm und manchmal bauchfrei zur Schule, aber beim Rücklicht verstehe ich keinen Spaß.

    Bei welchem Thema erwacht bei euch das Muttertier?

    Immer fröhlich Stecklichter und Testsieger verwenden und sonst einfach lächeln und winken.

    Eure Uta

    Freitag, 14. November 2014

    Glückliche Familie Nr. 252: "Einsames Gestrampel"


    Hier seht ihr den Kinderwagen, in dem Kronprinz lag. Meine Schwiegereltern hatten ihn noch auf dem Dachboden stehen, und wir fanden das Gefährt so heiß, dass wir unser erstes Kind darin unbedingt durch Hamburg schieben mussten. Allein die Schutzbleche und dieses Hellblau!


    In dem 50er Jahre-Geschoss lagen schon meine Schwägerin und mein Mann. Leider gingen nach einigen Runden um die Alster die Gummi-Reifen kaputt und waren nicht mehr zu besorgen, weshalb wir für Kronprinz doch noch einen neuen Kinderwagen kaufen mussten.
    Sagt jetzt bitte nichts zu der Hose, die ich trug. 

    Auf den Kinderwagen war man stolz, besonders in den 50er und 60er Jahren. Das spürte ich bei den Schwiegereltern und auch bei meinen Eltern. Für mich, die Nummer 4 zu Hause, gab es noch einmal einen neuen Wagen. Und meine Mutter strahlt heute noch, wenn sie erzählt, wie sie damit durch die Gegend lief.

    So war das in den 60er Jahren: Nachkriegzeit, frisch geteerte Straßen und gummibereifte Kinderwagen, in denen man mit vor Stolz und Milch geschwellter Brust den Nachwuchs präsentieren konnte.

    In dem Buch "Kindheiten. Wie kleine Menschen in anderen Ländern groß werden" von Michaela Schonhöft habe ich gelesen, dass die Angewohnheit, Babys in Kinderwagen zu transportieren, hauptsächlich in westlichen Industrie-Nationen verbreitet ist. Bei uns kauft doch jeder erst einmal eine "Karre", wenn der Bauch sich rundet. Anders in Afrika. Michaela Schonhöft schreibt:

    "In ländlichen Regionen Afrikas sind viele Versuche fehlgeschlagen, Kinderwagen zu vermarkten. In den größeren Städten Ghanas oder Kenias gelten Buggys inzwischen als schick, ein bisschen als Chichi, als Repräsentationsobjekt. Im Alltag tragen die Frauen ihre Kinder aber meist so lange, bis die Kleinen laufen können. Ob einkaufen, Wäsche waschen oder Essen zubereiten: Immer sind sie mitten im Geschehen, immer sind Menschen um sie herum." (ebenda, Seite 74) 

    An anderer Stelle erwähnt Schonhöft, dass hierzulande Kinderärzte raten, Babys nicht so oft auf dem Schoß zu halten, sondern lieber hinzulegen, damit sie viel frei strampeln können.
    "Ein wissenschaftlicher Zusammenhang zwischen viel einsamem Gestrampel und motorischer Entwicklung besteht allerdings nicht. In Kamerun zum Beispiel können Babys trotz des ständigen Herumtragens viel früher laufen. Die Eltern üben es gemeinsam mit den Kindern, etwas, was hierzulande wiederum als sehr verwerflich gilt." (ebenda, Seite 64)

    Aber noch einmal zurück zur "Karre", wo auch ein einsames Strampeln stattfindet. In "Kinder verstehen" schreibt Herbert Renz-Polster von heutigen Lebensräumen, die nicht unbedingt kindgerecht sind:
    "...und das gilt auch für den 'Lebensraum Kinderwagen', in dem viele Kinder viel zu viel Zeit verbringen - schirmt er die Kinder doch von anderen Menschen ab und gibt ihnen wenig Raum, um dabei zu sein, mitzumachen, mitzuschauen oder aus eigenem Antrieb mitzuspielen." (ebenda, Seite 286) 

    Damit wir uns richtig verstehen: Kronprinz und Prinzessin wurden viel getragen und im Kinderwagen gefahren. Ohne irgendeinen fahrbaren Untersatz wäre der Alltag mit Baby hierzulande sehr beschwerlich. Wir leben nun mal nicht in Kamerun und auch nicht in einer großen Sippe, wo Mutter, Tanten, Omas und Opas den Stöpsel mal schnell auf die Hüfte nehmen können, wenn wir einen Text zu Ende schreiben oder in den Supermarkt müssen.

    Trotzdem ist die Frage, wie wir unseren Babys - auch ohne von Buschland und Blutsverwandten umgeben zu sein - mehr körperliche Nähe schenken können. In Japan zum Beispiel scheint es, trotz Hochindustrialisierung zu funktionieren. Obwohl dort Kinderwägen genutzt werden, gibt es den Recherchen Michaela Schonhöfts zufolge insgesamt viel mehr Körperkontakt zu den Babys als in unseren Breiten.

    "Deutsche Mütter nehmen sich in den ersten Jahren viel Zeit für ihre Kinder, sehr innig werden sie in all diesen Stunden mit ihrem Nachwuchs aber nicht. Das deutsche, aber auch das amerikanische Baby wird permanent bequatscht, ist umgeben von sehr viel Spielzeug. Das Kind steht zwar im Mittelpunkt. Aber es liegt die meiste Zeit in seinem Bett, im Kinderwagen oder auf der Krabbeldecke. Säuglinge in Kamerun zum Beispiel, das hat die Osnabrücker Entwicklungspsychologin Heidi Keller beobachtet, erfahren dagegen permanenten Körperkontatk von sehr vielen verschiedenen Personen. Sie entwickeln dadurch ein tiefes Vertrauen, dass niemand sie im Stich lässt." (Michaela Schonhöft: Kindheiten. Seite 63) 

    Seit der Zeit, aus der unser erster Kinderwagen stammte, hat sich aber auch hierzulande viel getan. Säuglinge werden nach der Geburt nicht mehr von ihren Müttern getrennt, 23 Prozent der Deutschen lassen ihre drei Monate alten Babys regelmäßig bei sich schlafen (ebenda,  Seite 71) und man sieht immer mehr Eltern, die ihre Einkäufe in den Kinderwagen legen und das Kind im Tuch vor der Brust tragen.

    Was könnte man noch tun?

    • Der erste Schritt ist Sich-Bewusstmachen. Nach zwei Metern Erziehungsliteratur, die ich gelesen habe, ist eins unumstritten: Babys brauchen so viel liebevollen Körperkontakt zu vertrauten Menschen wie möglich. Auch Michaela Schonhöft konnte ihre erste Tochter viel besser beruhigen als sie die Bespaßungs-Rituale einstellte und - einem Rat der Hebamme folgend - ihr Kind herumtrug.
    • Apropos Hebamme. Die "sages femmes", also "weise Frauen", wie die Franzosen sie nennen, sind eine unverzichtbare Hilfe für den Start ins Familienleben. Besonders bei ihren Hausbesuchen geht ihr Rat weit über das Medizinische und Pflegerische hinaus. Ich bin nach 17 und 13 Jahren immer noch dankbar für die Hebammen, die ich hatte. 
    • Aus dem Buch "Kindheiten" hat mir auch die Idee so gut gefallen, dass Freunde eine Familie in den ersten Wochen nach der Geburt eines Kindes abwechselnd mit Essen versorgen. Eine Berlinerin, die eine Zeit lang in Washington gelebt hat, hat dort erfahren, dass sich Leute aus dem Bekanntenkreis in eine "Meals on wheels"-Liste eintrugen, um die Eltern in der ersten Zeit zu entlasten. Und wer nicht kocht, könnte ja andere Hilfen anbieten.  
    • Eine Bekannte hat mir erzählt, dass die erste Zeit mit ihren beiden Kindern sehr schwer war. Der Erstgeborene kam viele Wochen zu früh auf die Welt und musste auch zu Hause an einen Überwachungsmonitor angeschlossen werden. Das zweite Kind kam schneller als geplant. Während dieser Zerreißprobe wurde die Familie von einem älteren Ehepaar in der Nachbarschaft quasi adoptiert. Das kinderlose Ehepaar hatte gerade altersbedingt seine Reinigung aufgegeben und gab mit Freude die Ersatz-Großeltern. Bis heute (die Kinder sind etwa so alt wie meine) sind die beiden Senioren in die Familie integriert, sitzen mit den leiblichen Großeltern unterm Weihnachtsbaum und werden unterstützt, wenn sie heute altersbedingt Hilfe brauchen. Ob wir wohl fähig sein werden, in Zukunft immer mehr solche Modelle zu leben? 

    Immer fröhlich das Baby herumtragen und sich schon vor der Geburt um Leute kümmern, die es auch mal auf die Hüfte nehmen können.

    Eure Uta